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Landtagsbesuch des 11. Jahrgangs: Wann gibt’s endlich W-LAN?

Am 15. und 16. Mai besuchten die Schülerinnen und Schüler unseres 11. Jahrgangs den Landtag in Kiel. Es war jedoch kein politischer Schlagabtausch im Parlament, der ihnen in Erinnerung bleiben wird – nicht zuletzt brannte ihnen eine Frage besonders auf den Nägeln.

An beiden Tagen stand als Abschluss der Unterrichtseinheit zum Thema Demokratie nun ein Einblick in die Praxis an: Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler zuvor ausführlich im Unterrichtsfach Wirtschaft/Politik mit Parteien, Wahlen, Medien und Populismus auseinandergesetzt hatten, durften sie für jeweils eine gute Stunde auf der Besuchertribüne des Parlaments eine Plenarsitzung verfolgen. Ein Tagesordnungspunkt traf besonders den Nerv: Was soll mit unserem Plastikmüll geschehen, nachdem wir ihn weggeworfen haben?

Interessiert folgten unsere Schüler, die zu einem Teil anlässlich der Europawahl am 26. Mai auch Erstwähler sein werden, der Debatte der Landtagsabgeordneten. Anschließend bestand die Möglichkeit, Vertretern aus den Fraktionen im persönlichen Gespräch während einer Podiumsdiskussion auf den Zahn zu fühlen. Spannend wurde es nicht zuletzt, als die Frage nach dem W-LAN an unserer Schule gestellt wurde – und auf offene Ohren stieß. Die Gründe für Verzögerungen seien vielfältig, aber es lohne sich, der Sache nachzuspüren, wurde unsere Besuchergruppe ermuntert, die Initiative zu ergreifen und am Ball zu bleiben.

Berufspolitiker aus der Nähe zu erleben, zu erfahren, wie man eigentlich Politiker wird und im lockeren Gespräch miteinander nach Lösungen für ganz konkrete Probleme vor Ort zu suchen ließ anfängliche Scheu verfliegen: „Vielleicht klingt nicht alles, was wir Jungen sagen, so gut. Aber ich traue mir jetzt zu, mitzureden.“

Zusätzlich zu der Erfahrung, tatsächlich etwas zu bedeutenden Debatten beitragen zu können, machten sich Manche aus dem Landeshaus mit einem spürbaren Motivationsschub im Gepäck auf den Heimweg: „Dafür kann ich mich begeistern“, überlegen einige unserer Schüler sogar, sich künftig selbst vor Ort in die Politik einzumischen.