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Gutes für das Klima tun ist schwer. Mindestens ein Grund dürfte überraschen.

„Eine Zusatzlektion haben wir gratis bekommen“, fasst die Gruppe um Jan, Marius, Mika, Ben, Hanno und Simon aus dem Wahlpflichtunterricht „Gesellschaftskunde“ im 8. Jahrgang ihre Erlebnisse bis zur Spendenübergabe an Greenpeace Lübeck zusammen: „Wenn man etwas Gutes tun will, braucht man Durchhaltevermögen.“ Umso zufriedener war die sogenannte Eisbären-Gruppe dann, am Freitag vor den Herbstferien 1904 Euro, die durch Verkaufs- und Spendenaktionen und anlässlich des Sponsorenlaufs im vergangenen Schuljahr erlaufen worden waren, nun symbolisch in Form eines Schecks an Ingrid Boitin, der Gruppenkoordinatorin von Greenpeace Lübeck, überreichen zu dürfen.

Überreichten 1904 Euro an Ingrid Boitin (5. v. l.) von Greenpeace Lübeck: Schülerinnen und Schüler des WPU „Gesellschaftskunde“ gemeinsam mit ihrer Kursleiterin Frau Vollmer (rechts) und dem stellvertretenden Schulleiter Herrn Schwerin (links)

Angefangen hatte alles jedoch zunächst sehr viel kleiner: Der Kurs, der von Frau Vollmer geleitet wird, sollte sich im vergangenen Schuljahr gezielt für ein soziales Projekt stark machen. Jeder Schüler erhielt den Auftrag geeignete Projektideen zu sammeln, aus denen nach einer Präsentation der gesamte Kurs wählen durfte. Eines der Projekte war „Gegen den Klimawandel – für die Eisbären“. Doch auch „Gegen die Wal- und Robbenjagd“ machen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses stark. „Jeder von uns hat eine feste Aufgabe in seiner Gruppe erhalten. Das hat motiviert“, erinnert sich Jan. „In der Theorie sah alles immer ziemlich einfach aus, obwohl es in der Praxis ziemlich kompliziert werden konnte“, ergänzt Simon und berichtet, dass die Idee, regionale Unternehmen einzubinden, schon allein daran gescheitert war, dass entsprechende Anfragen der Schüler unbeantwortet geblieben sind. Trotzdem ließ sich niemand entmutigten und die Jugendlichen packten fleißig Naschitüten und entwarfen Info-Flyer für die Eltern, die dann über den Förderverein spenden konnten. „Rückschläge haben die Gruppenmoral manchmal getrübt. Aber alle sind hartnäckig geblieben“, blickt Frau Vollmer heute zufrieden zurück. „Zusammen mit der SV und den Organisatoren des Spendenlaufs hatten wir dann den Durchbruch: Wir bedanken uns auch nochmal bei allen unseren Schülerinnen und Schülern, die so engagiert gelaufen sind.“